Maligne Hyperthermie (MH)

Erkrankung

Diese bei vielen Hunderassen auftretende Erkrankung äußert sich durch Hypermetabolismus und erhöhte Körpertemperatur, hervorgerufen durch Inhalationsnarkotika und Muskelrelaxantien. Es kommt zu Schädigungen von Nerven-, Leber- und Nierengewebe sowie zum Tod bei weiterer Gabe von Narkotika und Muskelrelaxantien.

Die Maligne Hyperthermie ist eine vererbte Fehlfunktion des Skelettmuskels, welche durch Rhabdomyolyse, generalisierte Krämpfe der Skelettmuskulatur, Herzrhythmusstörungen und Nierenfehlfunktionen charakterisiert ist. Diese Problematik entwickelt sich nach Exposition mit Muskelrelaxantien oder flüchtigen Betäubungsmitteln, z. B. Isofluran. Die Hunde leiden nach der Gabe dieser Medikamente unter Tachykardie, Hyperthermie und erhöhter CO2-Produktion. Wenn die Medikamente nicht abgesetzt werden, sterben die betroffenen Hunde. Eine Besserung der Symptome kann durch die Gabe von Dantrolen erzielt werden.

Warum ist es sinnvoll, auf Maligne Hyperthermie zu testen?

Der DNA-Test zum Nachweis der Malignen Hyperthermie bietet Tierärzten und Züchtern ein effizientes und äußerst sicheres Mittel zur Identifizierung Narkose-empfindlicher Tiere.
Der DNA-Test kann bereits von Geburt an betroffene Tiere sicher identifizieren, auch dann, wenn noch keine Komplikationen in der Behandlung aufgetreten sind. Da dieser Defekt autosomal-dominant vererbt wird, sollten betroffene Hunde aus der Zucht ausgenommen werden.

Probenmaterial

Für einen DNA-Test wird ca. 0,5 ml EDTA-Blut benötigt.

Methode

Sequenzierung

Wie lange dauert der Test?

Der Test wird bei uns einmal wöchentlich angesetzt. Das Ergebnis liegt etwa 5-7 Arbeitstage nach Erhalt der Probe vor.

Weitere Auskünfte erhalten Sie gerne bei

Frau Dr. Petra Kühnlein oder Frau Dr. Ines Langbein-Detsch
LABOKLIN GmbH und Co. KG
Steubenstraße 4
D-97688 Bad Kissingen

Tel. 0971 /72020 oder Fax: 0971 / 7202995
Email: labogen@laboklin.de

Quelle


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